Dildo Dong Kunstglied – das Angebot

Realistisch oder fantasievoll bis ungewöhnlich …​

In einer Höhle auf der Schwäbischen Alb fand man eine 28.000 Jahre alte Phallus-Nachbildung aus Stein. Sie soll im Gravettien, der wichtigsten archäologischen Kultur​, als Schlagwerkzeug zur Herstellung von Waffen gedient haben. Ob das 19 cm lange Teil auch zur Befriedigung sexueller Gelüste gebraucht wurde, darüber wird spekuliert. Angesichts der drallen altsteinzeitlichen Venusfigurinen mag’s recht wahrscheinlich sein.

Die Franzosen nennen ihn Godemiché, die Amerikaner Dong. Beide Bezeichnungen stehen für den Dildo. Traditionell entsprach er hinsichtlich Form und Größe zumeist einem erigierten Penis. Heute wird er in vielen Formen und Maßen hergestellt, wobei der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.

Eher realistisch anmutende Ausführungen bilden detailreich Hautfalten und Venen entlang des Penisschafts nach, die aufwändig von Hand koloriert werden. Dabei beschränken sich die Nachbildungen keineswegs nur auf humane Vorlagen; animalische Begattungsorgane stehen ebenfalls Pate.

Bereits in der Antike wurde der Dildo zur voyeuristischen Stimulation des Partners benutzt. Der Anblick eines steifen Glieds beflügelt die Fantasie und regt den Sexualtrieb an. Beim Liebesspiel wird der Dildo zur gegenseitigen Luststeigerung von vielen Paaren geschätzt.

Frauen finden es anregend, wenn er – ähnlich einem Penis – vaginal eingeführt wird. Durch gleichmäßige Bewegungen stimuliert er Klitoris sowie den weiblichen G-Punkt und ruft dadurch intensive Lustgefühle bei Frauen hervor. Der Dildo läßt sich ebenso rektal verwenden, sowohl beim Vorspiel als auch während des Geschlechtsverkehrs.

Männer genießen bei Benutzung eines Dildos das ungewohnte Aufweiten des Schließmuskels und ganz besonders die sexuelle Stimulation der Prostata durch die Massage während des Hinein- und Herausgleitens.

Die Vorzüge des Kunstglieds gegenüber dem echten Penis? – Ein Dildo ist ideal zur Selbstbefriedigung. Bei Bedarf ist er rasch zur Hand. Er ist nie müde, gestresst und abgeschlagen. Er kennt keine Unlust. Ein Dildo ist einem stets zu willen und erledigt standfest seinen Job, solange man es braucht.

Beim Partnersex ist er ein nützliches Hilfsmittel. Er ist leicht zu führen und stimuliert, abhängig von Form und Aussehen, zuverlässig die intimsten Winkel des Partners.

Sicher am populärsten ist der Dildo als Nachbildung des erigierten männlichen Penis. Die Natur hat’s schon gut gemacht. Es gibt ihn in stilisierter Form, wie etwa im Schlagstock-Design. Er wird in den unterschiedlichsten Längen und Stärken hergestellt und in allen Farben angeboten.

In der S/M- und Lederszene sind die nachtschwarzen Modelle beliebt. Den fleischfarbenen Dildo hat es in hellhäutiger Ausführung sowie im dunkelbraunen Afro-Look. Knallbunt bis hin zu schrillen Farben und in fantastischen wie außergewöhnlichen Formen kommt der kultige Mode-Dildo speziell zur Freude der weiblichen Kundschaft.

Als Material zur Herstellung eines Dildos kommt eigentlich alles in Frage, was körpergerecht und somit ungiftig ist. Standard war lange Zeit Polyvinylchlorid (PVC). Das zwischenzeitlich in Verruf geratene Weich-PVC enthielt gesundheitsbedenkliche Phthalate, die heutzutage zumindest zur Herstellung von Kinderspielzeug verboten sind. Für sensible Anwendungsbereiche wie Erotikartikel werden zusehens phthalatfreie Weichmacher verwendet. Die damit hergestellten Artikel sind entsprechend gekennzeichnet. – Wer auf nummer sicher gehen will, kann seinem Lieblingsdildo aus Weich-PVC einen Überzieher spendieren. Wer öl- und fetthaltige Gleitmittel verwenden möchte, sollte auch für diesen Zweck nur latexfreie Kondome verwenden.

Hart-PVC enthält keine Weichmacher und gilt als unbedenklich. Kommt bei Dildos allerdings nur selten zum Einsatz.

Thermoplastische Elastomere (TPE) oder Thermoplastic Rubber (TPR) sind moderne Kunststoffe, die sich durch ihre gummielastischen Eigenschaften zur Herstellung von Dildos anbieten.

Als unproblematisch gilt der Dildo aus Silikon bzw. Silikonkautschuk. Wegen seiner herausragenden Eigenschaften wird Silikon immer beliebter. Er fühlt sich körperähnlich an, ist elastisch und zugleich formstabil und standfest. Die Oberfläche guter Silikon-Dildos ist porenfrei und deshalb besonders leicht und hygienisch zu reinigen.

Der Glas-Dildo besteht aus Borosilikatglas. Diese Glassorte wird aufgrund ihrer Temperaturstabilität und hohen Widerstandsfähigkeit für Laborgeräte und im Haushalt verwendet. Es ist physiologisch völlig unbedenklich. Durch die glatte einheitliche Oberfläche und seine Beständigkeit ist Borosilikatglas am einfachsten und gründlichsten zu reinigen. Auf die Verwendung von Scheuerpulver und -milch sollte man aus naheliegendem Grund verzichten.

Der Metall-Dildo kann aus einem Edelstahl, Aluminium oder Leichtmetall, einer aluminiumhaltigen Legierung, bestehen. Jeder der Werkstoffe weist individuelle Eigenschaften auf. Dildos aus Metall können mit allen körperverträglichen Gleitmitteln benutzt werden. Sie lassen sich vor Gebrauch im Kühlschrank kühlen oder im Wasserbad erwärmen. Abrasive (scheuernde) Putzmittel dürfen zum Schutz der Oberfläche nicht verwendet werden. Aus dem selben Grund gehören Metalldildos nicht in die Geschirrspülmaschine!

Ein Dildo aus poliertem Edelstahl fühlt sich wunderbar glatt an. Er ist problemlos hygienisch zu reinigen. Es lassen sich fast haushaltsüblichen Reinigungsprodukte verwenden. Abrasive (scheuernde) Putzmittel sind dagegen zu vermeiden. Wichtig: Nach dem Säubern sorgfältig trocknen.

Der Dildo aus Aluminium oder Leichtmetall (auch wenn er auf Glanz poliert ist) weist eine etwas griffigere Oberfläche als der aus Edelstahl auf und nimmt deshalb Gleitmittel gut an. Ein Alu-Dildo hat ein geringeres Gewicht. Durch seine schlechte Wärmeleitfähigkeit wirkt er weniger metallisch-kühl als ein Dildo aus Edelstahl.

Alu und Leichtmetall vertragen keine alkalischen Reinigungsmittel wie z.B. Ammoniak (‘Salmiakgeist’) oder Natrium- bzw. Kaliumhypochlorit (‘Eau de Javelle’) und quittieren eine derartige Behandlung mit Dunkelfärbung der Oberfläche. Scheuernde Reinigungsmilch und -pulver sowie rauhe Putzschwämme dürfen ebenso nicht verwendet werden.

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